Montag, 15. Mai 2017

...Muttertagstörtchen

Ich habe mal wieder verdammt lang nichts mehr von mir hören lassen. Das liegt zum einen daran, dass die extrinsische Motivation in Form des Calendar of Ingredients fehlt, zum anderen daran, dass ich relativ wenig kreativ war und zu guter Letzt daran, dass ich wieder Vollzeit arbeite und erst einmal wieder meinen Rhythmus finden muss.


Aber heute habe ich etwas für Euch, zwar kein neues Rezept, aber zumindest Bilder und ihre Geschichte. Gestern habe ich an einem Tortenwettbewerb teilgenommen. Jetzt ist es ja schon fast ein Jahr her, dass ich meine erste Fondanttorte hergestellt habe, da hätte man in der Zwischenzeit viel üben können. Habe ich aber nicht. Ich habe von dem Wettbewerb gelesen, fand das toll, dass in unserem kleinen Bundesland so etwas stattfindet, und habe erstmal den Veranstalter angeschrieben und nach Einzelheiten gefragt. Dass meine Künste für solch einen Wettbewerb sicherlich nicht ausreichen, dessen war ich mir durchaus bewusst, trotzdem habe ich mit dem Gedanken gespielt mich anzumelden, zumal die Einnahmen aus der Verkostung an einen guten Zweck gehen sollten.

Irgendwann kam dann eine E-Mail vom Veranstalter mit dem Satz "Alle, die diese Mail erhalten, gelten automatisch als angemeldet". Geschickter Schachzug vom Veranstalter. Ich vermute mal, dass zu diesem Zeitpunkt noch kaum Anmeldungen vorlagen. Ich jedenfalls sah es als Wink des Schicksals und habe dem Ganzen einfach nicht widersprochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich allerdings auch noch keine Ahnung davon, wie viele geniale TortenkünstlerInnen es hier in der Gegend gibt.



Jetzt muss ich aber auch dazusagen, dass ich der Tortenkunst etwas zwiegespalten gegenüber stehe.  Als ich mir im letzten Jahr für die Geburtstagstorte meiner Oma eine gewisse Grundausstattung für die Tortendekoration zugelegt habe, habe ich bereits mit mir gehadert, ist doch das meiste Zubehör aus Kunststoff, und den möchte ich ja eigentlich reduzieren, zumindest war der Plan, keine Neuanschaffungen mehr zu machen. In diesem Fall habe ich eine Ausnahme gemacht, aber mir genau überlegt, was ich anschaffe und ob ich das alles auch mehrfach einsetzen kann.

Desweiteren widerstrebt mir ein wenig, Dekoration aus Lebensmitteln herzustellen, die dann letztendlich in der Vitrine steht oder gar im Müll landet. Deswegen versuche ich, meine Torten immer nur so zu dekorieren, dass man die komplette Dekoration auch mitessen kann, ohne einen allzu großen Zuckerschock zu erleiden, wobei das auch einfach Geschmacksache ist.

Außerdem versuche ich inzwischen, mich möglichst natürlich zu ernähren, da stößt man beim Torten dekorieren auch an seine Grenzen, gerade wenn man kräftige Farben haben möchte. Beim nächsten Mal möchte ich zumindest versuchen, Fondant selbst zu machen, aber das war mir für den Wettbewerb dann doch zu riskant, womit wir auch wieder beim Thema wären.



Da der Tortenwettbewerb an Muttertag stattfand, habe ich für mich auch das Thema "Muttertag" gewählt - vom Veranstalter gab es dazu keine Vorgaben - und mich entschieden, die Lieblingstorte meiner Mutter zu machen und muttertagsgerecht mit Herzchen zu verzieren. Die Torte besteht aus Biskuit- und Mandelbaiserböden mit Erdbeerfrosting und Weiße-Schokolade-Vanille-Ganache. Weil ich dann von allem außer den Baiserböden noch recht viel übrig hatte, habe ich irgendwann beschlossen, parallel auch noch ein Törtchen für meine Mama zu machen und zwischen Abgabe und Präsentation der Torten noch kurz in die Heimat zu düsen, um Mama zu überraschen.


Mama hat sich total gefreut. Beim Tortenwettbewerb hat es immerhin zum vorletzten Platz gereicht, aber mit etwas anderem habe ich - ehrlich gesagt - auch nicht gerechnet. Die anderen Torten waren der absolute Hammer. Und zwischendrin stand ganz klein mein Herztörtchen. Später hat mich eine der Jurorinnen gefragt, welche Torte von mir sei. Als ich es ihr sagte, meinte sie nur "Die war auch sehr lecker" Alles richtig gemacht, würde ich sagen.

Euch allen einen schönen Abend!





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