Samstag, 14. März 2015

...zimtige Popovers

Ich hab das Gefühl, ich bin immer die letzte, die irgendwelche Trends mitbekommt. Wenn ich irgendetwas entdecke, von dem ich vorher noch nie gehört habe und dann die lieben Suchmaschinen befrage, sind die ersten Beiträge schon meist einige Jahre alt. Aber wie sagt man so schön? Besser spät als nie.

In der Lecker Bakery Spezial von 2014 habe ich zum ersten mal Popovers entdeckt und wollte diese am liebsten direkt ausprobieren. Vor allem die Apfel-Zimt-Popovers haben es mir angetan. Da man dafür ein spezielles Blech braucht, ist das Vorhaben aber erstmal wieder in den Hintergrund gerückt. Auf dem Blog Ich machs mir einfach bin ich dann Anfang des Jahres wieder über Popovers gestolpert. Patrick nimmt statt der speziellen Popovers-Form einfach die Muffinsform aus dem schwedischen Möbelhaus, da bei dieser die Mulden schmaler und länger sind als bei anderen Muffinsformen und diese so der Popovers-Form am nächsten kommt. Super Idee! Prompt bin ich also zum Schweden gefahren und hab mir eine solche Form zugelegt.

Nächste Hürde war die Menge. Nicht, dass ich es nicht schaffen würde, zwölf Popovers in ein bis zwei Tagen zu verspeisen, aber irgendwie möchte ich mich für den Sommer nicht ganz neu einkleiden. Warum eigentlich nicht einfach mal spontan Freunde zum Kaffee einladen? Also habe ich einfach mit Backen losgelegt und dieses Bild mit einer kurzen Einladung rundgeschickt.


Es haben auch direkt zwei Mädels zugesagt. Zum Glück habe ich in meine Einladung etwas von Experimenten geschrieben. Denn als die Popovers aus dem Ofen kamen, sind die meisten wieder zusammengesackt.


Lecker sind sie trotzdem. Vielleicht hätte ich sie doch noch etwas länger im Ofen lassen sollen. Leider habe ich, nachdem ich die Temperatur reduziert hatte, nicht mehr genau auf die Uhr geschaut.


Für alle, die sich auch mal an den Apfel-Zimt-Popovers versuchen wollen, hier noch das Rezept:

Zutaten:
Für den Teig:
15 g Butter
2 Eier (Größe M)
1/2 TL Salz
125 g Mehl

Für die Füllung:
1 TL Zimt
2 TL Zucker
1 kleiner Apfel (ich habe Boskoop verwendet)
1 EL Rosinen

Öl für die Form (ich habe Rapsöl verwendet)

1. Backofen auf 225°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mulden des Blechs mit jeweils ca. 1/2 TL Öl einölen und mind. 5 Minuten ebenfalls im heißen Ofen aufheizen.

2. Für die Füllung Zimt und Zucker mischen. Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwei Drittel der Zimt-Zucker-Mischung mit Apfelstücken und Rosinen mischen.

3. Für den Teig die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Eier, Milch und Salz mit einem Schneebesen kurz verrühren. Butter unterrühren. Mehl hinzugeben und zügig unterrühren, bis der Teig klümpchenfrei ist. Den Teig in ein Gefäß mit Ausgießer umfüllen, da es jetzt schnell gehen muss.

4. Das heiße Blech aus dem Ofen nehmen und sofort jede Mulde zu einem Drittel mit Teig füllen. Die Füllung auf die Mulden verteilen. Rest des Teiges daraufgießen. Sofort in den Ofen schieben und ca. 15 Minuten backen. Danach Temperatur auf 175°C reduzieren und weitere 10-12 Minuten backen. Ofen während der gesamten Backzeit geschlossen halten.

5. Popovers mit der restlichen Zimt-Zucker-Mischung bestreut warm servieren.

Als dann noch die dritte Person sich ankündigte (der wahrscheinlich beste Esser in meinem Freundes- und Bekanntenkreis), hab ich kurzfristig beschlossen, doch noch ein zweites Blech zu backen. Da ich keine Äpfel mehr im Haus hatte, habe ich mich für die oben erwähnten Zimt und Zucker Popovers entschieden. Und siehe da...


Auch diese gingen richtig schön auf...


...und fielen nicht mehr in sich zusammen.

Dieses Mal hatte ich die Uhr auch fest im Blick. Allerdings glaube ich, die Popovers hätten ein paar Minuten mehr im Ofen noch gut vertragen. Auch hier habe ich aber leider keinen Vergleich, da ich noch nie zuvor Popovers gegessen habe.


Ich für meinen Teil werde auf jeden Fall weitere Popover-Rezepte ausprobieren und die spontane Kaffeeeinladung war bestimmt auch nicht die letzte.

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende.

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