Sonntag, 22. März 2015

...eine Etagere

Seit einige Zeit liebäugele ich schon mit einer Etagere zum Anrichten Muffins und Cupcakes auf Buffets beispielsweise. Da ich allerdings schon länger an dem Punkt bin, an dem ich mir aus Platzgründen jede Anschaffung dreimal überlege, verkneife ich mir diesen Wunsch lange Zeit. Ist solch ein sperriges Teil, das man nur zweimal in Jahr braucht, wirklich sinnvoll? Nein.

Aber zum Glück gibt's Fernsehen, und so sah ich irgendwann in einer Kochshow, in der die Teilnehmer zu Hause kochen, eine Etagere, die mit Obst bestückt war... Da war die Lösung. Ein Obstkorb stand ja auch noch auf der "irgendwann einmal anschaffen"-Liste. Auf manche Ideen könnte man echt selber kommen!


Jedenfalls machte ich mich dann auf die Suche nach einer schönen Etagere. Gar nicht so einfach. Alle Etageren, die mir wirklich gut gefielen, waren selbstgemacht. Ich bin ja der Typ, der bei ganz vielen Sachen sagt: "Das kann ich doch auch selber machen." Bei Etageren wäre ich erstmal nicht auf die Idee gekommen, aber warum eigentlich nicht?

So habe ich mir drei Teller in unterschiedlichen Größen, die farblich zueinander passen, besorgt (und noch zwei weitere zur Sicherheit - ich hatte echt Respekt davor, in Teller zu bohren). Außerdem gab's noch eine Etagerenstange, einen Diamantbohrer und einen Porzellanbohrer von hier. Eine Bohrmaschine habe ich mir ausgeliehen. Dann konnte es losgehen.

Leider habe ich die einzelnen Arbeitsschritte nicht fotografiert, aber ich beschreibe sie Euch gerne.

Neben Tellern, Etagerenstange und Bohrern benötigt man noch einen Stift, Klebeband, etwas zum Feststellen des Mittelpunktes der Teller (ich habe ein Geodreieck benutzt), eine Unterlage, eine Schutzbrille und ein Schälchen mit Wasser zum Kühlen der Bohrer.

Zuerst wird der Mittelpunkt des Tellers auf dessen Rückseite eingezeichnet. Dieses Stelle wird dann mit Klebeband abgeklebt. Außerdem wird etwas Wasser darauf gegeben, damit der Bohrer nicht zu heiß wird.
Jetzt kommt der Teil, vor dem ich am meisten Respekt hatte,... Das Bohren. Zuerst wird mit dem Porzellanbohrer langsam mit wenig Druck ein Loch gebohrt. Dieses kann man dann mit dem Diamantbohrer noch verfeinern. Und ich muss sagen, das ging viel besser, als ich dachte. Nicht ein Teller ging zu Bruch. Und so habe ich direkt noch einen Teller für eine zweite Etagere besorgt.
Wenn erstmal die Löcher in den Tellern sind, geht es ganz schnell. Die Teller werden nun nur noch mit den Stangen verschraubt. Und fertig ist die selbst gebaute Etagere.


Jetzt, wo ich weiß, wie einfach Etageren bauen ist, halte ich immer die Augen offen nach schönen Tellern in unterschiedlichen Größen. Ich bin ja nicht die Einzige, die noch keinen Obstkorb hat.

Euch noch einen schönen Sonntag.

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